Kambodscha und seine Tempel

Kambodscha und seine Tempel



Kambodscha und seine Tempel

 von Lulatsch
Freitag, 23. Februar 2007

Also wer es bis Thailand oder Vietnam geschafft hat, sollte unbedingt einen Abstecher nach Kambodscha, Sieam Reap, Angkor Wat machen,
Es reichen dafür 3 Tage, obwohl dieses geschundene Land sicher mehr zeitliche Zuwendung verdient...

Wir waren auf Thailand, gutes Essen und am Strand abhängen aus, wollten aber noch was anderes und es entpuppte sich als mehr als ausergewöhnlich,

Flieger gibt es von Bangkok aus und in weniger als einer Stunde ist man in Sieam Reap, der Stadt von der man in dieses schier unglaublich grosse Areal von Tempeln startet.
Gewohnt haben wir in der Villa Loti (gibt es eigene web-site). Ein ganz entzückendes Guesthouse mit irre freundlichem Personal , was sich wohltuend von den überdimensionalen Hotelkloppern, die da grad alle aus dem Boden gestampft werden, unterscheidet.

Überhaupt hatten wir das Gefühl - schnell dahin, denn es ist ein wenig am "Kippen"! Irgendwie bereiten sich die Kambodschaner oder wer immer businessmässig da das Sagen hat, auf riesige Touristenströme in der näheren Zukunft vor.

Wir hatten keine Tour gebucht, braucht man auch nicht, es werden Touren empfohlen, die auf die jeweilige Tagesanzahl, die man vorort sein möchte, abgestimmt sind.
Wir haben an der Rezeption einen Wagen mit Fahrer für 25 Dollar den Tag gebucht, der fährt einen dann solange, soweit man an diesem Tag will und wartet auch artig, wenn man sich für ein bis zwei Stunden in eine Tempelanlage verkrümmelt und davon gibt quasi unzählige! Wir haben im Schnitt 3 bis 4 pro Tag besucht, ohne davon wirklich genug zubekommen, Sie sind auch sehr unterschiedlich, wir streckenweise ganz allein in einer solchen Anlage.
Schöner Nebeneffekt des Fahres, er hält einem durch seine schlichte Präsens auch aller Menschen vom Leib die einem 1000 und eine Sache verkaufen wollen.

Man braucht schon eine "dicke Haut", um all das an Armut und Elend, was einem begegnet zuverdauen. Habe noch nie soviele Menschen mit ohne Arme und Beine gesehen, der jahrzehnte lange Krieg macht sich überall bemerkbar aber: es lohnt sich wirklich, weil die "alten, toten Steine" - Tempel sind atemberaubend und Kambodschaner selbst für südostasiatische Verhältnisse ein sehr freundliches Volk!

Ein bisschen verwirrend - sowohl das gesamte Gebiet als auch der grösste Tempel wird Angkor Wat genannt. Wer mich kennt, wird sich wundern - aber man sollte sich wirklich für die Angkor Wat Anlage morgens hochschrauben und sie im Sonnenaufgang bewundern!

Wir waren unter den Touris fast eine Ausnahme, weil wir 6 Tage blieben, die meisten kommen wirklich für 2, 3 Tage.
So haben wir am letzten Tag einen Ausflug zum Tonle Sap gemacht, dem grössten See Südostasiens. Wir waren anfang Mai da und das gesamte Land wartete auf die Regenzeit, der See hatte seine kleinste Ausdehnung und trotzdem hatte man das Gefühl - das ist ein Meer! Ziemlich aufgeschlemmtes Wasser, das bei grösserer Ausdehnung dann auch klar sein soll,

Wir fuhren mindestens 5 Kilometer durch ein Gebiet, das dann metertief überschwemmt ist, bis wir an das Ufer kamen (bei Regenzeit staut sich der Mekong und fliesst in den See zurück - sonst fliesst der See in den Mekong ab)
Besonders beeindruckend sind die "schwimmenden Dörfer), Ansammlungen von Hausbooten, quasi Ortschaften auf´m Wasser...

Generelles Fazit: Unvergesslich und schwerstens zuempfehlen!
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Tipps:
- in Sieam Reap "Villa Loti" zum Wohnen

- ruhig einen Wagen mit Fahrer buchen - von Tuc Tuc oder gar Motorrad kann ich nur abraten - die Pisten sind nur staubig...

- einen Tag länger bleiben oder einen halben Tag für den Tonle Sap abzwacken
Letzte Änderung: 09.03.2007 16:45:31
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Kommentar von Drotta verfasst am 23.10.2007 15:44:57
Drotta
Dem Bericht von Lulatsch gibt es nichts hinzuzufügen, es ist genau so, wie er schreibt. Mittlerweile (Herbst 2007) sind noch ein paar mehr Hotels und Strassen fertig geworden, alles ist tipptopp und nagelneu inkl. Flughafen. Sogar Eigentumswohnanlagen für reiche Thais, Chinesen, Koreaner u.a. entstehen und die Hilfsorganisationen machen sich immer breiter.


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