Ankunft 8 Uhr morgens auf Barbados, von der Nachbarinsel Trinidad ist man nach nur einer Stunde Flug da und nach einer Taxifahrt von 30 min. durch Zuckerrohrfelder checkten wir im Hotel Paradise Village ein. Es ist in der Nähe der Uni und etwa 200 Schritte vom Strand. Die hübsche Pension besteht aus mehreren kleinen einstöckigen Häusern in einem sehr schönen tropischen Garten. Wir hatten ein Appartement aus Wohnraum mit Küche, Balkon, Schlafraum und Bad für 88 US per Nacht. Man kann auch 2 Schlafräume haben oder anders variieren. Vom Balkon kann man das Meer sehen, weil alles auf einen kleinen Hügel gebaut ist. Zum Strand geht es ein paar Schritte abwärts, durch mehr oder weniger verlassene Ferienhäuser und Hotelanlagen, danach kommt man an einen kilometerlangen Strand mit sanften Wellen, gut zum Schnorcheln (einige Leute taten dies ausgiebig, ich hatte nichts mit), Liegen waren vom Hotel vorhanden. Idyllisch.
Am ersten Tag machten wir uns auf den Weg nach Bridgetown, was mit einem Bus für 1,5 B$ in 10 min zu erreichen war und zurück ebenso unproblematisch. Die Stadt ist sehr touristisch, soll aber die englischste aller karibischen Städte sein. Die Einkaufsmöglichkeiten werden im Reiseführer sehr gerühmt, aber sie sind etwa ein Viertel jener, die Frederickstreet in Port of Spain bietet. Es gibt eine schöne Hafenansicht, Kais, schöne alte Brücken, Parks und alte engl. Regierungsgebäude zu bewundern. Den im Reiseführer erwähnten Affenbrotbaum, der vor etwa 1000 Jahren, also weit vor den Engländern, (Kolumbus hat Barbados verfehlt) als Samen angeschwemmt wurde , haben wir natürlich auch bewundert. Er besteht zumeist aus Stamm und hat wenige dicke Äste und ist im Verhältnis zu seiner Dicke nicht so hoch. Auf dem Rückweg aus der Stadt kauften wir im Supermarkt für den nächsten Tag etwas zum Frühstück und für den Captain ein paar Bier. Dann erlebten wir einen schönen Sonnenuntergang am langen Strand. Am nächsten Tag machte ich mich allein auf in die Stadt, um in Ruhe die Geschäfte zu erkunden. Es ist hier alles um fast das dreifache teurer als in Trinidad, also außer ein paar Karten und kleiner Souvenire habe ich nichts gekauft. Bei KFC kostete z.B. ein Combo aus 2 Stücken Huhn, Pommes, Brötchen und Cola 15.3 B$, also 8 EUR oder 45 TT. Abend zogen wir mit einem Jamaikaner, der in Wirklichkeit ein Holländer ist und den der Captain tagsüber kennen gelernt hatte, in das Waterfrontcafe nach Bridgetown. Wir bummelten erst durch die volle Stadt und tranken und aßen dann bis spät abends in diesem Restaurant mit Blick auf die Stadt und den Fluss, der an dieser Stelle ins Meer fließt. B.Town ist so sicher, dass man sogar abends mit dem Bus heimfahren kann, aber man kann auch gut ein Taxi nehmen, in der Stadt sind Festpreise, immer pro Pers. 1.5 B$ Am nächsten Sonnabend starteten wir zu einer Inselrundfahrt. Die meisten Urlauber gehen in die großen Ressorts und da haben die kleineren Anlagen Mühe, Gäste zu finden. Von der Uni wohnten einige Angestellte in solchen sehr hübschen ,voll möbelierten (etwas Hotelcharakter) Häusern. Unsere Rundreise war sehr schön, wir fuhren zur Nord-, Ost- und Südküste, alles in 5 Stunden und hatten noch ausgiebig Zeit, unterwegs zu verweilen. Die Insel ist trockener als Trinidad, es gibt keine Wälder und eigentlich nur Zuckerrohrfelder, kaum Obst- und Gemüseanbau. Also man braucht hier nicht ständig ein Auto, wenn die Wohnlage der unseren ähnelt. Barbados ist etwas ordentlicher als Trinidad, man stellt sich auf die Urlauber ein. Diese leben zwar sehr teuer und separat in ihren Anlagen, aber in der Stadt sieht man doch viele Weiße in den vielen Restaurants. Wenn man nur mal ein paar Tage Strand will, ist Barbados auf jeden Fall schöner als Tobago.
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