Reethi Beach Malediven

Reethi Beach Malediven



Reethi Beach Malediven

 von Mudder
Sonntag, 22. Juli 2007

In der Zeit vom 04.07.07 bis 19.07.07 wollte ich auch einmal die Malediven unter Wasser kennen lernen. Also zog es mich ins Reethi Beach Resort im Baa-Atoll, das von Orca für Einzelreisende zum gleichen Preis wie für zwei Personen angeboten wurde.

Der Hinflug mit Condor war eng wie bekannt und kam natürlich nicht an den von Singapur Airlines gewohnten Service heran. Der Weitertransport erfolgte per Wasserflugzeug und man hatte dabei eine herrliche Aussicht auf die vielen Inseln der Malediven. Dort angekommen, wurden wir herzlich mit einem Drink aus der Kokusnuß empfangen und danach in unsere Bungalows gebracht. Die Doppelbungalows waren schön eingerichtet und hatten ein offenes Bad. Mein Bungalow lag bei den Wasserbungalows und recht weit von den Einrichtungen der Insel entfernt, was sich noch als ganz praktisch erweisen sollte.

Um 18.00 Uhr erhielten wir "Neuankömmlinge" eine geführte Tour durch die Einrichtungen der Insel und erlebten zum ersten Mal die Fütterung der Rochen am Tauchersteg. Dieses Ereignis fand täglich statt und es gab zehn bis fünfzehn Rochen verschiedenen Arten, darunter auch manchmal einen Gitarrenrochen, fälschlichweise öfters als Gitarrenhai bezeichnet. Ab und zu kamen auch kleine Haie zur Fütterung und machten den Kobias , Makrelen und Thunfischen das Futter streitig.

Neben der Rezeption und eines Shop fand man auf der Insel noch das Main Restaurant, ein maledivisches, und ein asiates Restaurant sowie die Grill Bar um seinen Hunger zu stillen. Gegen den Durst konnte man in der Main Bar, der Beach Bar und der vierundzwanzig Stunden geöffneten Modhoo-Bar etwas unternehmen. Zur Entspannung und sportlichen Aktivität stand ein Wassersportshop (Segeln, Surfen), eine Tauchschule (Tauchen, Schnorcheln), ein Tennisplatz, eine Sporthalle mit Badminton und Sqashfelder, ein Fitneßraum sowie diverse Tischtennisplatten, ein Spa, eine Bibliothek mit Spielzimmer und letztendlich ein Süßwasserpool zur Verfügung.

Das Essen in dem Main Restaurant wurde in Buffettform gereicht und der französiche Koch übertraf sich täglich mit immer neuen Themenabenden. Der Umsatz der anderen Restaurants litt merklich darunter. Die Auswahl war riesengroß und man hatte Mühe alles zu probieren, das einem interessant erschien. Besser kann man in Buffetform nicht essen.

Die Tauchschule Sea-Explorer war bestens organisiert und ich hätte selbst wenn ich es gewollt hätte, keine Verbesserung gefunden. Höchst kompetente Tauchlehrer, die immer freundlich und zuvorkommend auftraten, kümmerten sich um Kursteilnehmer oder tauchten als Guides mit den weniger erfahrenen Gästen. Am Vormittag wurde ein Two-Tank-Dive (08.30 - ca. 13.00) und am Nachmittag ein Single Dive (15.00 - 17.00) angeboten. Bei dem man mit dem traditionellen Dhoni zu den bis zu einer Stunde entfernten Taucplätzen fuhr. Hatte man das Glück, daß man während der Oberflächenpasue auf Mantas traf, so wurde auch noch eine kostenlose Schnorcheltour eingelegt. Weiterhin verfügt die Insel über zwei Hausriffe, von denen eines auch richtig schön betaucht werden kann. Das zweite dient mehr der Ausbildung sowie Nachttauchgängen, ist aber deswegen trotzdem nicht uninteressant. Diese Tauchbasis kann ich wirklich jedem empfehlen.

Das Wetter war, wie man es auf den Malediven im Juni und Juli erwarten kann, höchst wechselhaft. Es gab Tage mit Sonnenschein, sehr heiß und feucht, an anderen Tagen windig, bedeckt und die Feuchtigkeit kam heftigst von oben. Dafür ist aber zu dieser Zeit die Sicht unter Wasser durch das Plankton nicht die beste, aber deswegen kommen ja die Mantas, die man beim Tauchen oder Schnorcheln aus nächster Nähe betrachten kann. Und dies haben wir ausgiebig getan.

Von Reethis Beach aus wurden diverse Ausflüge angeboten. Ich nahm an keinem Teil, jedoch erreichten mich Rückmeldungen, daß man alle dieses Touren vergessen könnte. Langweilig und zu teuer war der Kommentar.

Auf Reethi Beach benötigt man keine schicke Kleidung oder Schuhe. Man ist leger gekleidet und Barfuß ist schick, auch im Restaurant. So hat man den Vorteil, daß sich das Gepäck in Grenzen hält

Insgesamt ist die Insel traumhaft, alles bestens organisiert und für den Wassersportler ideal. Die Preise sind für maledivische Verhältnisse noch recht human. Der Ruhesuchende kann sich vor seinem Bungalow herrlich entspannen und man hört keinen Lärm oder wird von anderen Gästen gestört. Also wie im Paradies, wäre da nicht noch etwas gewesen. Kaum war ich richtig angekommen, begannen auf der gesamten Insel Bauarbeiten, um Bungalows zu renovieren oder neu zu bauen. Wasserleitungen wurden aufgegraben, der Steg der Modhoo Bar verlängert und überdacht. Bis 24.00 Uhr waren Kreissägen und Betonmischer zu hören und auf den Wegen mußte man immer wieder Karren mit Baumaterial ausweichen. Es hagelte nur so Beschwerden der Gäste und ich hatte wirklich Glück, daß ich zum Ersten den ganzen Tag auf dem Meer zum Tauchen war und zum Zweiten mein Bungalow weit ab vom Schuß lag.

Mein Fazit also, ein wunderschöner Platz auf den Malediven, der auch für den mittleren Geldbeutel noch erschwinglich ist. Nur sollte man sich vorher vergewissern, daß man nicht auf eine Baustelle kommt. 38 Tauchgänge an 12 Tauchtagen sagen alles zu meinem Spaß unter Wasser aus.
 
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Tipps:
Für den Transport von Male nach Reethis Beach hat man nur 25 Kg Gepäck (20Kg unbegleitet, 5 KG Handgepäck) frei. Für jedes weitere Kilo zahlt man 2 USD.

Die Preise fürTauchpakete beinhalten nur Flasche und Blei. Für die Ausfahrten muß man extra zahlen (Morgenboot 18 USD, Nachmittagsboot 13 USD, Nachttauchgang 12 USD)

Man sollte seine eigene Tauchausrüstung trotz der Zusatzkosten des Wasserflugzeugs mitnehmen, da es günstiger ist etwas Übergepäck zu zahlen als die Ausrüstung auszuleihen.

Wer viel taucht oder im Wasser ist, sollte mehrere Badehosen, Badeanzüge, Bikinis mitnehmen, da es gute zwei Tage dauert, bis die Kleidung wegen der Luftfeuchtigkeit wieder trocken ist.
Letzte Änderung: 22.07.2007 14:45:57
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