Kauai – die faszinierendste Insel des hawaiianischen Archipels von captain cook | Montag, 25. Juni 2007 |
| Abgelegener geht es kaum noch. Das hawaiianische Archipel besteht aus den acht Inseln: Oahu (hier landet man in der Regel per Flugzeug vom Festland kommend – mit dem größten Ort der Inselgruppe Honolulu), Big Island, Hawaii, Maui, Molokai, Lanai, Kahoolawe, Niihan und schließlich Kauai. Die Inseln liegen vom amerikanischen Festland über 3.500 km entfernt und nach Japan sind es ebenfalls über 3.500 km. Man muss also immer einen Flug über den Pazifik von knapp 5 Stunden investieren, um die Inseln, welche von James Cook vor über 300 Jahren entdeckt wurden, betreten zu können.
Um auf das als Garteninsel beschriebene Eiland nach Kauai zu kommen, fliegt man nochmals 25 Minuten oder nutzt eines von 2 in dieser Region der Welt operierenden Kreuzfahrtschiffe der Reederei NCL, welche wöchentlich auf Ihrer Tour auf Big Island (Hawaii), Oahu, Maui und auf Kauai festmachen. Natürlich ist das Reisen mit einem amerikanischen Kreuzfahrtschiff wie z. B. der Pearl of Aloha von NCL für gemütlichkeitsverliebte Deutsche – junge wie alte – gewohnheitsbedürftig. Aber Amerikaner machen einem die Kontaktaufnahme sehr leicht und nach 1-2 Tagen weiß man auch zu welchen Zeiten man den Massenabfütterungen am besten entkommt und sich somit noch ein kleines Refugium schafft. Morgens angekommen, wirft dann die Pride of Aloha 2.000 – die teils schon mit Hawaiihemden bewaffneten Kreuzfahrtgäste aus – diese verteilen sich aber im Laufe von 2 Tagen und vielen Sehenswürdigkeiten ziemlich gleichmäßig, so dass sich der Invasionsflair in Grenzen hält. Berauscht ist man von einer Landschaft, die einen einerseits tropisch unwirklich aber andererseits auch vertraut vorkommt. Das Rätsel lässt sich leicht auflösen: Wir kennen die Landschaft aus vielen bekannten Spielfilmen: Jurassic Park, King Kong, 7 Tage – 6 Nächte etc. Das Tourist Comittee von Kauai hat hierzu eine kostenfreie Landkarte veröffentlicht. Hier ist genau eingezeichnet, wo welcher Film gedreht wurde. Manche Landschaftseindrücke lassen sich aber nur aus Spezialperspektive erschließen. So ist ein Helicopterflug über dem Wkimea Canyon durchaus mit dem Erlebnis des Grand Canyon in Arizona vergleichbar. Es ist sowieso atemberaubend mitten im Pazifischen Ozean eine so ausgedehnte Canyon Landschaft auf einer Insel vorzufinden.
Eine besondere Aussicht auf die Küste bietet sich natürlich vom Meer aus. Die bizarr geformte Napali-Küste erkundet man seeseitig entweder via Kreuzfahrtschiff oder für outdoor-freaks per Kajak. Hier sei das Buch „Die glücklichen Inseln Ozeaniens“ von Paul Theroux empfohlen. Der US-amerikanische Reiseschriftsteller beschreibt viele Inseln in der Südsee inklusive Hawaii von der Kajakperspektive aus. Er schwärmt von der einzigartigen Napali-Küste und das ist für einen bekennenden Zyniker und Weltkenner mehr als eine Auszeichnung. Die richtige Vorbereitung für die Reise nach Hawaii beginnt eigentlich mit dem Lesen des Romans „Hawaii“ von Jane Marlene auf gut 1.100 (!) Seiten wird die Geschichte Hawaiis von den geologischen Ursprüngen bis zu der Zeit als Hawaii Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts der 50 Staat der USA wurde. Dies alles wird fesselnd beschrieben.
Unsere Vorstellungswelt funktioniert assoziativ bei Hawaii ja so: „Tropische Insel, Hula-Mädchen, schöne Strände, Surfen, Iron Man, „kein Bier auf Hawaii“, Pearl Harbour, Magnum, viele Japaner… - alles richtig (bis auf kein Bier) – aber halt nicht umfassend genug. Hawaii ist auch Trekking, Jeepfahren, Schnorcheln, Lavaströme, viel liquid sunshine = Regen, keine Fliegen, für Äquatornähe erstaunlich angenehme Temperaturen ohne Schwüle – year round.
Wer aber sich auf den weiten Weg macht, sollte auch mindestens 10 Tage verweilen und mehrere Inseln kennen lernen – mein persönlicher Favorit = Kauai.
| | | | Letzte Änderung: 25.06.2007 17:25:56 | | |
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