Jordanien

Jordanien



Jordanien

 von Reisemaus
Dienstag, 5. Juni 2007

Ein Reisebericht über ein Land in Nahost mit unendlich viel Kultur, freundlichen Menschen und köstlichem Essen, aber auch dauerhaft krisengeschüttelten Nachbarländern.

Jordanien ist ein Land, in das ich schon sehr lange einmal reisen wollte. Ein Land, an das man nicht automatisch denkt, wenn man verreisen will. Mich zog aber auch nicht ein Bad im Toten Meer oder in der Bucht von Aqaba an, sondern die alten, oft sogar bis zu 2000 Jahre alten Kulturdenkmäler, die wie z. B. das alte Jerash als Welt- kulturerbe gelten. Die Stadt Madaba wurde bekannt, durch die phantastischen Mosaiken, die man dort fand. Unter anderem die älteste Darstellung einer Landkarte des Heiligen Landes aus Mosaik- steinen, sehr filigran und sehr genau.
Die Landschaft im Wadi Rum diente schon als Kulisse des Films Lawrence von Arabien, der an Originalschauplätzen gedreht wurde. Wir schlugen dort unser Lager in einem Beduinencamp auf und verbrachten eine Nacht unter 1000 Sternen. Ansonsten bietet Jordanien, das für ein arabisches Land sehr westlich orientiert ist selbstverständlich in 4 und 5 Sterne Hotels jeden erdenklichen Komfort. Die Bedienung ist aufmerksam, schnell und Sonder- wünsche sind in kürzester Zeit auch erfüllt. Die Küche ist gesund, reich an Gemüsen und sehr schmackhaft. Es gibt viele Vorspeisen, leckere Gerichte mit Lamm und Hühnchen und eine unermessliche Anzahl von süßen Desserts.
Erwähnt werden muss auf jeden Fall noch Petra, die Stadt der Nabatäer. Die rosarote Stadt, die komplett in den Sandsteinfelsen gemeißelt wurde, um die Toten angemessen zu bestatten, und später auch um in der Nähe der Ahnen zu wohnen. Durch einen schmalen Sik, einen Felsspalt, gelangt man in die Schlucht, in der Petra einst entstand. Der 1. Blick auf das Schatzhaus ist umwerfend. Auch Petra diente schon als Filmkulisse. Indiana Jones suchte hier nach dem Heiligen Gral. Viele alte Wüstenschlösser im Osten Jordaniens und 3 Kreuzritterburgen stehen für Besichtigungen zur Verfügung. So manche Stelle in Jordanien wird auch in der Bibel schon erwähnt weil dort bedeutende Ereignisse stattfanden, so zum Beispiel der Berg Nebo, auf dem Moses begraben sein soll, Lots Heiligtum, die Höhle, in die Lot und seine Töchter flohen vor dem Untergang Sodoms.
Die Reiseführer Jordaniens sprechen hervorragend Deutsch. Das Goetheinstitut hat auch in Jordanien vielen jungen Menschen den Weg für eine berufliche Zukunft geebnet. Auf meiner einwöchigen Rundreise durch das Land habe ich viel über die Kultur heute in Jordanien, die Menschen und die Probleme durch die Lage des Landes zwischen Israel und den Palästinensern und dem Irak auf der anderen Seite als angrenzenden Staaten gelernt. Seit über 20 Jahren ist Jordanien ein ruhiges Land, in dem die gemäßigten Suniten die Mehrheit der Bevölkerung bilden. Der vorherige König, König Hussein war immer darauf Bedacht, sein Volk aus den Konflikten der Nachbarländer herauszuhalten. Sein Sohn, der jetzige König, der aus seiner Ehe mit einer Engländerin stammt, hält dies genauso. Jordanien ist ein absolut sicheres Reiseland, und solange die Krisenherde in Israel und der Konflikt mit dem Irak nicht eskalieren würde ich jederzeit diese Reise wiederholen. Manchmal muss man sich einfach trauen eine Reise zu unter- nehmen, Jordanien ist es mehr als wert.
Am besten tut man dies mit einem renomierten Reiseveranstalter, der einwöchige Rundreisen anbietet. Wer dies möchte kann dann im Anschluss nach Aqaba zum Baden oder Tauchen oder ans Tote Meer, um zu entspannen und sich verwöhnen zu lassen. Übrigens in Aqaba und am toten Meer scheint auch im Winter die Sonne mit angenehmen Temperaturen.
 
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Letzte Änderung: 05.06.2007 17:09:23
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